40 Jahre UNSUI-DOJO Karate Do Neuss

Der 13.11.21 war ein ganz besonderer Tag für das UNSUI-DOJO NEUSS .
jähriges Bestehen der Karateabteilung der TG Neuss.
Gefeiert wurde dieses mit einem ganz besonderen Lehrgang,der bereits letztes Jahr stattfinden sollte, jedoch aufgrund der Corona Situation leider abgesagt werden musste.
Umso glücklicher waren wir, dass es dieses Jahr definitiv stattfinden konnte, auch zu Ehren unseren Großmeisters Hanshi Fritz Nöpel, dem Šimo Tolo und dessen Ehefrau Brigitte Tolo, freundschaftlich sehr verbunden waren.

Der Einladung folgten viele Karateka und Kampfkunstbegeisterte aus der ganzen Republik so wie Gäste aus dem Ausland, wie Tschechischen, Slovenien, UK, Niederlande etc..
Über 110 begeisterte Teilnehmer fanden sich zusammen um mit uns, dem UNSUI-DOJO den ganz besonderen Tag zu feiern.
AlL das, fand selbstverständlich unter strikter Einhaltung der geltenden Corona Verordnung statt.
Glücklich waren wir natürlich, dass unser spezieller Ehrengast aus Okinawa, Akihito Yagi Sensei, es trotz vieler bürokratischer Hürden doch noch geschafft hat, zu uns zu kommen und an unserem Jubiläumslehrgang teilnehmen konnte.
Die Eröffnung fand durch den 1.Vorsitzenden der TG Neuss, Mario Meyen statt, der alle Teilnehmer, sowie auch unsere Referenten im Namen der TG Neuss herzlich willkommen hieß, zu diesem ganz besonderen Tag hier in Neuss.
Ebenfalls begrüßt, wurden alle durch den Stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Neuss, Dr. Jörg Gerlings .
Im Anschluss dessen wurde das UNSUI-DOJO ( die Karateabteilung der TG Neuss ) stellvertretend durch Herrn Ludwig Binder, für ihr 40 jähriges Bestehen geehrt.
Vielen Dank lieber Ludwig, das wenigstens Du dir dafür Zeit genommen und daran gedacht hast.
Nach all den Förmlichkeiten startete das gemeinsame Training.
Eröffnet wurde dieses mit Akihito Yagi Sensei, der durch seine Darbietung der Vielfalt des Okinawa Karate und speziell des Meibukan Goju Ryu alle Teilnehmer begeisterte.
Ebenfalls in den darauffolgenden Einheiten ging es darum, das Meibukan Goju Ryu und deren Trainingsinhalte und Vielfalt den Teilnehmern nahezubringen.
All die Vielfalt, die das Okinawa Karate bietet.
Besonders begeistert waren die Teilnehmer, als Akihito Yagi Sensei, die Meibukan Kata TenChi lehrte. Eine der fünf Kata aus der Reihe der Meibukan Familie ..
Nach dem gemeinsamen Training, wurden die Hallen aufgeteilt und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, bei verschiedenen Referenten zu trainieren.
Unter anderem bei Jürgen Kestner, der dem Meister Fritz Nöpel auch sehr nahe stand und es sich nicht nehmen lassen wollte, an dem gedenkvollen Tag dabei zu sein.
Jürgen bot den Trainierenden sein großes Wissen und Vielfalt seines Könnens.
Ebenfalls geht mein Dank an die Referenten Martin Kudzia und Christof Kandora, die mit ihrer Darbietung alle Teilnehmenden begeisterten.
Das Erstaunen war groß, in wie fern das UNSUI DOJO SANBON KUMITE, die Vielfalt des Karate Do und dessen Techniken bietet.

Nach dem anstrengenden ersten Teil ging es erst einmal in die wohlverdiente Mittagspause.
Für Essen und Trinken hat das Team des UNSUI DOJO wie immer gesorgt.
Nach der allgemeinen Stärkung ging es weiter in die verschiedenen Einheiten.
Bevor es jedoch richtig weiterging, wurde der Lehrgang kurz unterbrochen .
Eine Riesen Überraschung stand im Raum.
Der Japanische Generalkonsul Herr IWAMA und Ehefrau gaben uns die Ehre, um alle Teilnehmer und insbesondere unseren Gast aus Okinawa, Akihito Yagi Sensei persönlich zu begrüßen. Die Überraschung war gelungen.
Im Anschluss des Lehrganges fand eine Dan Prüfung statt.
Alle Prüflinge zeigten eine sehr gute Leistung und nahmen am Ende die Urkunde zum ersten oder auch zum nächsthöheren Dan Grad entgegen. Herzlichen Glückwunsch an alle Prüflinge.
Danke auch an die beiden zusätzlichen Prüfer Holger Keßling und Mustafa Kamel.
Es folgte noch eine Ehrung der besonderen Art statt.
Im Namen des Karate Dachverbandes NRW, des Deutschen Karate Verbandes und des Goju Ryu Verbandes Deutschland wurde Brigitte Tolo für ihre Leistungen und Engagement im Karate Do der 5. Dan ( GODAN ) verliehen.
Herzlichen Glückwunsch für die wohlverdiente Ehrung.

Was wäre ein Jubiläum ohne Party..
Selbstverständlich fand diese, nach so einem spektakulären und herausragenden Lehrgang statt.
Bei Musik, einem tollen Essen und Getränken, wurde ausgiebig miteinander gefeiert.
Viele neue Freundschaften entstanden an diesen Tag.
Der Dank gilt an alle Teilnehmer, Referenten und natürlich an alle großartigen Helfer, ohne Euch wäre so ein Event der Extraklasse nicht möglich gewesen.
Ihr habt es möglich gemacht, das dieser Tag unvergesslich wurde.
DANKESCHÖN
Freuen uns schon auf das nächste gemeinsame Treffen hier bei uns in Neuss.

どうもありがとうございます
Dōmo arigatōgozaimasu

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Lehrgang 131121

mehr Bilder hier..

Ein Karate Do Lehrgang der besonderen Art in Neuss am 02.10.2021

Eine bunt gemischte Truppe der Karatefamilie fand sich heute zum ersten Lehrgang des neuen Projektes „Defend yourself using Karate“ – eine Kooperation des Unsui-Dojo Neuss und Karate Neuss - unter der Leitung von Simo Tolo und Martin Kudzia zusammen, und war gespannt auf das, was sie erwartete.

Nach einem langsamen Herantasten an die Partnerarbeit entwickelte sich Schritt für Schritt aus festen Formen ein lockerer Flow, in welchem die Vielfalt der Karatetechniken immer mehr zur Anwendung kam. Aus diesen Kombinationen wurde dann gemeinsam ein Free Flow Drill, genannt Unsui Sanbon Kumite, erarbeitet.

Im Laufe des Lehrgangs und mit wechselnden Partnern ergaben sich immer neue Erkenntnisse in Bezug auf die verschiedenen Optionen auch vorher eigentlich einseitig bekannter bzw. angewandter Techniken sowie einzelner Bunkaisequenzen/Omote für die Anwendung in der Selbstverteidigung.

Es wurden die verschiedenen Inhalte des Karate mit seinen vorhandenen Tools verdeutlicht.

Auch, was Karate bzw. Selbstverteidigung ausmacht sowie der Unterschied von Karate-Do und Karatesport wurde im Mondo thematisiert. Ebenso die Vielfalt, die Karate für jeden Einzelnen, seinen Interessen, Fähigkeiten und körperlichen Voraussetzungen entsprechend, bietet. Obwohl Hanshi Fritz Nöpel nicht mehr selbst dabei sein kann und deutlich spürbar war, dass er der Karatefamilie fehlt, war und bleibt er weiterhin stets präsent.

Gestärkt nach der Pause konnten in der Partnerarbeit in Dreiergruppen und auch außerhalb der gewohnten Komfortzone beim Training im Treppenhaus neue Erkenntnisse gewonnen werden. Für einige war es sehr überraschend, die durch die unterschiedlichen Höhen andere Wirkung von bekannten Techniken zu erfahren.

Insgesamt war die Stimmung unter den Teilnehmern sehr entspannt und jeder konnte trotz unterschiedlichster Voraussetzungen und teils anderer Karatestile auf dem Weg mitgenommen werden.

Nach kurzem Austausch machten sich alle freudig auf den Heimweg und freuen sich schon auf das nächste Treffen unter dem Motto
DEFENF YOURSELF USING KARATE

Lehrgang 021021 

Prüferlehrgang Goju Ryu 2021 in Neuss 

Am Samstag den 25.09.2021 sind wir (acht Prüfer bzw. Anwärter des Gōjū-Ryū Karate Dojo des GV Waltrop) nach Neuss gefahren, um dort den Prüferlehrgang zu besuchen, welcher vom Unsui-Dojo TG Neuss unter der Leitung von Šimo Tolo ausgerichtet wurde. Für einige war es der erste Lehrgang seit der Corona-Pause. 

Im ersten Teil des Lehrgangs setzten wir uns mit der Prüfungsordnung auseinander. Schwerpunkt lag hier in der Verfahrensordnung ,unter anderem auch auf dem Thema Einstufung: Wie geht man damit um, wenn beispielsweise ein Kyu Grad einer anderen Stilrichtung dem Dojo beitritt? Möglichkeiten gibt es hier viele. Er könnte die Kyu Graduierung weiter tragen, er könnte zum Beispiel als Grüngurt eingestuft werden oder er fängt wieder beim Weißgurt an. Fazit: Es bleibt immer eine Einzelfallentscheidung. Im Kyū-Bereich kann jeder Dojo-Leiter unter Einhaltung der Verfahrensordungen selbst entscheiden, wo, wann und ob er denjenigen einstuft. Sollte mann selbst nicht weiter wissen, so steht der zuständige Prüferreferent jedem mit Rat und Tat zur Seite. Es spricht nämlich nichts gegen eine Einstufung nach einer „Probezeit“. Ein besonderes Augenmerk fiel auch auf die Auslegung der Prüfungsordnung mit Blick auf den Einzelnen. In diesem Kontext fiel des Öfteren das Wort „Menschlichkeit“. Ein Kind bei einer Prüfung durchfallen zu lassen, nur weil es aufgrund von Nervosität Fehler macht, würde dem widersprechen. Auch soll immer auf die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Prüflings, wie zum Beispiel das Alter, körperliche Einschränkungen etc. geachtet werden. Es gab regen Austausch über die einzelnen Punkte. Viele brachten Erfahrungen aus ihrem Dojo ein. 

Während des gesamten Lehrganges erinnert ein großes Foto an der Wand an Hanshi Fritz Nöpel, der eine große Lücke in den Herzen aller Karateka hinterlassen hat. Es war schön zu sehen, dass die Dojos den von ihm vorgelebten respektvollen Umgang miteinander, seine Werte und Zielrichtungen, die er uns allen mit auf den Weg gegeben hat, in Ehren halten und weiterhin umsetzen. 

Im zweiten Teil des Lehrgang setzten wir uns mit der Kata-Bunkai, hier am Beispiel der Kata Sanseru, auseinander. Nach dem gemeinsamen Laufen der Kata versuchten wir gemeinsam mit einem Partner die Bunkai aus der Anfangssequenz abzuleiten und übten diese ca. 15 Minuten ein. Im Anschluss daran fanden wir uns zusammen und die einzelnen Paare zeigten ihre Kata-Bunkai. Es war sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Kata in den anderen Dojos (und selbst innerhalb der Dojos) interpretiert bzw. auf den jeweiligen Karateka angepasst wurde. Der Kern der Kata blieb dabei aber immer erkennbar. Wir nehmen hiervon viele Anregungen mit.

ein wenig Abwechslunggab es im letzten Teil des Lehrgangs. Šimo Tolo und Martin Kudzia erarbeitetet das sogenannte „Unsui-Sanbon-Kumite“ mit uns. Hierbei handelt es sich um einen Free Flow Drill, der vor allem die Anwendung von Techniken aus den Katas außerhalb der „eingeübten“ Form der Kata-Bunkai trainieren soll. Das Prinzip klingt erst einmal simpel: Es gibt drei aufeinander folgende Angriffe, wobei der dritte vom Partner abgewehrt wird und dieser daraufhin (ohne Unterbrechung) mit seinen drei Angriffen startet. So kommt es zu einem ständigen Wechsel zwischen der Rolle des Angreifers und des Verteidigers. Einige von uns waren damit bereits durch den Lehrgang am 11.09.2021 in Neuss vertraut, andere trainierten es zum ersten Mal. Für diejenigen von uns, die Unsui-Sanbon-Kumite an dem Tag zum ersten Mal machten, stellte es sich doch als eine kleine Herausforderung dar und erforderte viel Konzentration. Nach einiger Zeit war man aber gut mit dem Ablauf vertraut und es lief „flüssiger“. Diese Übung führte einem vor Augen, dass die technische Vielfalt des Gōjū-Ryū bei einem „spontanen“ Angriff nicht wirklich abrufbar ist, man dies aber trainieren kann und insbesondere die Kata einem sehr viele Techniken aufzeigt, auf die man spontan nicht ohne weiteres kommen würde. Danach wurden die Partner gewechselt. So kam man auch mit Karatekas aus anderen Dojos in Kontakt. Dadurch lernte man auch das Repertoire an Techniken der anderen kennen und konnte Einiges für sich übernehmen.

Insbesondere ging es darum, sich ohne langes Überlegen gegen einen Angriff aus ungewöhnlichen Positionen zu verteidigen, vor allem aus der sonst so „starre Linie“ auszubrechen und seine Comfortzone zu verlassen. Zum Schluss haben wir diese Übung zu dritt ausgeführt. Hierbei bestand die Schwierigkeit darin, dass sprunghaft ohne Ankündigung die Angriffslinie gegen einen der Partner verlassen und sofort der Dritte angegriffen werden kann, der sich dann sofort einbringen muss. Dies setzt eine stete Konzentration und Wachsamkeit voraus. 

Das Unsui-Sanbon-Kumite ist eine besonders unter dem Aspekt der Selbstverteidigung sehr sinnvolle Ergänzung zu den anderen, eher formellen Partnerformen. Diese innovative Partnerform hat allen Lehrgangsteilnehmern viel Spaß gemacht und eine durchweg positive Resonanz erhalten. 

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich beim Unsui-Dojo, insbesondere bei Šimo Tolo und Martin Kudzia, für die Ausrichtung des spannenden Lehrgangs bedanken und freuen uns schon auf das nächste Mal!

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KDNW-Stilrichtungslehrgang in Neuss (11.09.2021)

Das UNSUI-DOJO TG Neuss hat unter der Leitung von Šimo Tolo (Renshi 6.Dan Goju-Ryu) einen Stilrichtungslehrgang mit den Themen Kihon, Kata, Kata-Bunkai und dem Schwerpunkt zur Prüfungsvorbereitung durchgeführt.

Der Einladung sind nicht nur wir, das Gōjū-Ryū-Karate Dojo GV Waltrop gerne gefolgt,

es fanden sich  insgesamt ca. 45 Teilnehmende aus verschiedensten Dojos zum gemeinsamen Training ein.

Die offene und herzliche Art der Ausrichter sorgte von Beginn an für gute Laune.

Nachdem alle Formalien zur Einhaltung der 3-G-Regeln und Rückverfolgbarkeit der Teilnehmenden erledigt waren, bot sich noch etwas Zeit um untereinander „Hallo“ zu sagen.

Viele der Teilnehmenden sahen sich nach langer Corona-Pause endlich wieder und da gab es einiges zu erzählen.

Renshi Šimo Tolo eröffnete den Lehrgang und erinnerte dabei mit emotionalen Worten
an Fritz Nöpel, dem Wegbereiter des Gōjū-Ryū-Karate in Deutschland und als Träger des
10.Dan und des Ehrentitels Hanshi damit höchstgraduiertem Dan-Träger im Deutschen Karate Verband.

Nach einem intensiven und sehr abwechslungsreichen Aufwärmtraining, durch das

Sensei Derar Haj führte, übernahm Šimo Tolo. Alle Teilnehmenden bekamen als erste Aufgabe ihre Kihon-Ido Vorgehenstechniken durchzuführen. Dabei wurde die Intensität stetig gesteigert und die Abfolge der Techniken kombiniert. Šimo begutachtete alle Karateka in wieweit Unterschiede in der Durchführung der Techniken zu erkennen waren. Er legte dabei sehr großen Wert auf sauber durchgeführte Techniken und erläuterte worauf im Einzelnen zu achten sei. Mehrmals hat er darauf hingewiesen, dass „sauberere und präzise Techniken“ Unterschiede im Ablauf des Kihon-Ido zwischen den zahlreichen Dojos nicht ausschließen. Die Vielzahl an Dojos und die damit verbundene vielfältige Betrachtung aus unterschiedlichsten Blickwinkeln können sich selbstverständlich in feinen Unterschieden, z.B. der Wahl der „Waffen“ und angewandten Techniken wiederfinden.

Šimo leitete zum nächsten Themenschwerpunkt über, der Kata und ihre Bedeutung im Karate. Als Beispiel wurde die Kata „Gekisai Dai Ichi“ ausgewählt. Die Karateka führten auch diese in stetig steigender Intensität durch. Wie bereits bei den Kihon-Übungen schaute sich Šimo die Abläufe bei jedem Einzelnen Lehrgangsteilnehmer genau an, erläuterte immer wieder Details und deren Bedeutung. Auch hier stellte Renshi Šimo Tolo heraus, das sich die verschiedenen Strömungen aus den Dojos in unterschiedlichen Details bei den Durchführungen der Kata zeigen dürfte. Eine Kata muss in ihrem Ursprung zu erkennen sein, aber ein intensives Studium und das Auseinandersetzen mit der Kata dürfe sich selbstverständlich durch das Setzen unterschiedlicher Schwerpunkte wiederspiegeln.

Für die Überleitung von der Kata zur Kata-Bunkai bekamen die Teilnehmenden die Aufgabe, sich zu kleineren Gruppen von ca. fünf Partner*innen zusammenzufinden und die einzelnen Kata-Bunkai der „Gekisai Dai Ichi“ Einheiten zu üben. Nach ca. 15 Minuten sollten die Gruppen jeweils eine Bunkai-Einheit vorführen. Es zeigten sich abermals Unterschiede, aber auch hier war der Kern der Kata immer klar zu erkennen. In diesem Zusammenhang zeigte Mustafa Kamel (7.Dan), Dojo-Leiter der Karateabteilung der SG Langenfeld, eine weitere Variante der Kata-Bunkai als Partnerform. Dabei führte er mit seinem Partner schnelle und sehr präzise Abläufe der kompletten Bunkai auf einer Linie und ausschließlich durch vor- und zurückgehen vor.

Nach weiteren, zum Teil sehr eindrucksvollen Vorführungen der Kata-Bunkai wechselte der Lehrgang auf seinen letzten Schwerpunkt, der Selbstverteidigung. Šimo Tolo wurde dabei von Sensei Martin Kudzia (4.Dan Karate) unterstützt. Beide haben gemeinsam ein „Übungswerkzeug“ entwickelt, das zum einen das Verinnerlichen der Gōjū-Ryū-Techniken unterstützt und uns Karateka schult diese in Selbstverteidigungssituationen besser abrufen zu können. Sie erläuterten, dass es in den realen Momenten in denen Selbstverteidigung gebraucht werde, andere Bedingungen vorherrschen als im normalen Dojo-Alltag trainiert werde. Zum Beispiel bestehe in realen Bedrohungssituationen ein eher geringer Abstand zum Angreifer und dies schränke die Wahl der Abwehr- und Kontertechniken entsprechend ein. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen können auch kritische Situationen und Ausgangslagen, wie das „zu-Boden-gehen“ entstehen. Aus denen müsse man sich irgendwie befreien können, aber trainiere  dies eher als Ausnahme. Die Frage lautete, welche Möglichkeiten bietet mir in diesem Augenblick das Karate wirklich? Das von Šimo und Martin entwickelte „Tool“ unter dem Begriff „Defend yourself using Karate“ soll dabei helfen genau das zu trainieren.

Zum Einstieg fanden sich zunächst immer zwei Partner zusammen, die in geringem Abstand zueinander jeweils drei Techniken einsetzten. Dabei sollten die Angreifenden auch auf eine optimale Schlagposition achten und dadurch die Verteidiger in eine für den Konter schlechte Position zwingen. Auf die 3.Technik des Angreifers erfolgte dann ein Konter. Ohne Unterbrechung führte daraufhin der verteidigende Partner drei Angriffstechniken aus optimierter Schlagposition durch. Hierdurch wechselten die beiden Kontrahenten stetig ihre Rollen des Angreifers und Verteidigers. Die Übungen wurden schrittweise um Fuß- und Wurftechniken erweitert. Das bedeutete mitunter einen Konter zu platzieren, nachdem man zu Fall gebracht wurde und damit aus einer extrem ungünstigen Ausgangspositionen reagieren zu müssen. Šimo und Martin beobachteten und korrigierten die trainierenden Teams. Anhand von Beispielen  demonstrierten sie immer wieder mögliche Abläufe und wiesen daraufhin in welcher Kata die eingesetzten Techniken ihren Ursprung finden. Zur weiteren Erhöhung des Schwierigkeitsgrades kam ein 3. Partner ins Team. Durch diesen konnte die letzte Technik  entweder zum aktuellen oder zum wartenden Partner abgegeben werden. Die Bewegungsmuster wurden fortlaufend komplexer und am Ende veränderte auch der wartende Partner stetig seine Position um die kämpfenden Kontrahenten herum.

Die Karateka spürten nicht nur die körperliche Belastung, sondern auch die immense Konzentrationsleistung, die durch die immer weiter geführten Übungen mit ständig wechselnden Partnern gefordert wurde.

Nach vielen intensiven Lerneinheiten ging der Tag langsam zu Ende und die Lehrgangsteilnehmenden fanden sich noch einmal zu einer Feedback-Runde zusammen. Alle waren sich sofort einig, das Inhalte und Durchführung bestens geplant und umgesetzt wurden. Die Themen bauten gezielt  aufeinander auf und führten dann zum „Defend yourself using Karate“. Die dort erlernten Übungsinhalte wurden ausschließlich begrüßt und als sinnvolle Erweiterung des Karatetrainings angesehen. Dieser Meinung waren auch wir und werden daher künftig das von Šimo und Martin entwickelte „Defend yourself using Karate“-Tool in unsere Trainingswoche einbetten.

Ein toller Tag mit wunderbaren Gastgebebern und gut gelaunten Lehrgangsteilnehmern ging leider viel zu schnell zu Ende….

Vielen Dank an das UNSUI-DOJO TG Neuss

 

Wir Starten wieder durch..
KARATE IS BACK

Komme vorbei und mache mit..
Das Team des UNSUI-DOJOfreut sich auf euch / dich

 

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